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DER PELOPONNES BLOG

Achaia auf der Peloponnes

Achaia auf der Peloponnes

Achaia auf der Peloponnes

Die immergrüne Weinbauregion Achaia mit der Hauptstadt Patras am Golf von Korinth wird unverständlicherweise immer noch bei etlichen Reiseführern etwas stiefmütterlich behandelt. Die wohlhabende Provinz mit ihren vielen grünen Weingärten an den milden Nordhängen hoch über dem Golf ist zu recht berühmt fuer ihre Korinthen und etliche hervorragende Weißweine, die zu den besten Gewächsen Griechenlands gehören.

Neben dem bekannten Großproduzenten Achaia Clauss in Patras gibt es hier rings um die Hauptstadt etliche junge Winzer, die mit hervorragenden Produkten aufwarten können. Stellvertretend sei nur Oinoforos (Rouvalis) in Aegion genannt, der mit seinem elegant-fruchtigen Weißwein "Asprolithi" (weißer Stein) Furore machte. Seine Weine kann man in seinem Laden an der Hafenpromenade von Aegion verkosten und erwerben. Gleich daneben findet man die ursprünglichste Taverne Aegions direkt am Meer, welche mittags hervorragende ursprüngliche griechische Küche anbietet. Aber auch Paparoussi in Patras gehört mit seinen Weißweinen "Tou Dionysos" und "Fume" zu den besseren Winzern in Griechenland. Kein Wunder, haben doch beide ihr Handwerk in Frankreich studiert.

Für Naturliebhaber bietet die touristisch noch wenig überlaufene Region ein wahres Eldorado in den wilden Tälern und Schluchten des Helmos-Gebirges, welche man auch mit der historischen Zahnradbahn von Diakofto nach Kalavryta (gute Quellen) erkunden kann. Vom Kloster Agia Lavra bei Kalavryta ging die Revolution 1821 aus. Wer weiterfährt bis Klitoria, kann einen Abstecher nach Planitero machen, wo im kühlen Schatten unter alten Bäumen ein Bachlauf die dortigen Forellenbecken versorgt, die man sofort fangfrisch in den Tavernen über dem Bach probieren kann. Ideale Ausflugsziele und erfrischende Abwechslung von den sommerheißen Stränden am Golf.

Weitere Sommerfrischen in den Bergen sind auch der Tsivlos-See und das malerische Bergdorf Zarouchla, ca. 35 km oberhalb Akrata in einem fruchtbaren Tal unter uralten Kastanien und Platanen. Die zahlreichen Strände am Golf bieten beste Wasserqualität und Badefreuden fernab des Massentourismus, was sich auch sehr wohltuend auf die Qualität der hiesigen Tavernen auswirkt, denn hier macht man Ferien unter Griechen.

Nicht vermissen sollte man daher einen Abend am Meer in der schönen Bucht von Psathopirgos zwischen Patras und Selianitika. Auch der kleine Badeort Longos überrascht mit seinem typisch dörflichen Flair. Hinter Diakofto in Richtung Akrata findet man die Strände von Trapeza und Pounta und auch den kleinen Strand von Platanos, wo man in den Tavernen direkt am Wasser den Sonnenuntergang genießen kann. Sehr empfehlenswert ist hier die alte Taverne "Traxanas", ganz am Ende der Promenade, wo die Besitzerin Krisoula für das leibliche Wohl ihrer Gäste sorgt. Sie spricht fließend Englisch, ist sie doch in Australien aufgewachsen.

Nicht unerwähnt bleiben soll der Vorzug, dass man von Achaia aus per Tagestrip alle berühmten klassischen Stätten wie Delphi (über die neue Brücke), Olympia, Korinth oder auch Mykene und Epidaurus erreichen kann.

text und fotos jml

Achaia auf der Peloponnes
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